Montag, 6. Mai 2013

Sehnsucht


Sehnsucht ist der verträumte Blick
eines geflügelten Herzens
aus dem verschlossenen Vogelkäfig.

(Andreas Tenzer)

Sonntag, 5. Mai 2013

Die 5 Freiheiten...


Die Freiheit 
zu sehen und zu hören,
was im Moment wirklich da ist, 
anstatt was sein sollte, 
gewesen ist oder erst sein wird.

Die Freiheit 
das auszusprechen, 
was ich wirklich fühle und denke, 
und nicht das, 
was von mir erwartet wird.

Die Freiheit 
zu meinen Gefühlen zu stehen, 
und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

Die Freiheit
um das zu bitten, 
was ich brauche, 
anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Die Freiheit 
in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, 
anstatt immer nur 
auf Nummer sicher zu gehen 
und nichts Neues zu wagen.

(Virginia Satir)

Leben


Wach sein
das Leise hören
das Feine spüren
das Wesentliche sagen

Wach sein
einen Schritt wagen
die Hand anbieten
liebevoll fördern
behutsam fordern

Wach sein
das Einfache lernen
weil es so schwierig ist
(Max Feigenwinter) 

Samstag, 4. Mai 2013

Clown


Heute spiele ich Clown,
male mir einen lachenden Mund
und lustige Fältchen
um tränende Augen.
Heute tanz' ich,
den Arm voller Kastanienkerzen,
damit sie mir leuchten
durch meine Traurigkeit.
Heute bitt' ich die Amsel
zu singen 
von meiner Liebe.

(Annette Gonserowski)

Beziehungsweise


Ist es denn nicht möglich,
sich täglich nahe zu sein,
ohne alltäglich zu werden-
voneinander entfernt zu sein,
ohne sich zu verlieren...?

Beziehungsweise
sich masslos zu lieben,
ohne sich lieblos zu massregeln-
einander gewähren zu lassen,
ohne die Gewähr zu verlieren...?

Beziehungsweise
einander sicher zu sein,
ohne sich abhängig zu machen-
einander Freiheit zu gewähren,
ohne sich unsicher zu werden...?

Beziehungsweise...

(Jochen Mariss)
 

Den kleinen Mut...


Den kleinen Mut
in die Sonne halten.
Wachsen, blühen,
Dornen treiben.
Aufrechter gehen
in anderem Licht  

(Tina Willms)

Ich denke dein...



Ich denke dein, 
wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
Ich denke dein, 
wenn sich des Mondes Flimmer
in Quellen malt.

Ich sehe dich, 
wenn auf dem fernen Wege
der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, 
wenn auf dem schmalen Stege
der Wandrer bebt.

Ich höre dich, 
wenn dort mit dumpfem Rauschen
die Welle steigt.
Im stillen Haine geh' ich oft zu lauschen,
wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir,
du seist auch noch so ferne,
du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, 
bald leuchten mir die Sterne.
oh, wärst du da!
(Johann Wolfgang von Goethe)