Sonntag, 29. September 2013

Katie Melua "I will be there"


She is like the lady down the road
Or just the woman up the street,
Like any mother you may know.
To me, she is the one who had it planned
To lead us all to Wonderland,
She always wanted us to go,
And she said
Don’t ever be lonely,
Remember, I’ll always care.
Wherever you may be
Remember I will be there.
And like another lady that we know
She has a smile so bright and sweet,
And hair as white as driven snow;
Though life is never easy day to day,
She has a very special way
To make us smile when we are low.
And she says:
Don’t ever be lonely
Remember, I’ll always care.
Wherever you may be
Remember I will be there.
Don’t ever be lonely
Remember, I will be there.
I will be there.
I will be there.

(Lyrics by Katie Melua)

Samstag, 28. September 2013

So ungemein so nah...


Dann wieder bist du ungemein
so nahe hier und überhaupt
ein Glück, dass ich nur weinen könnte

das hält für unsre eignen Ewigkeiten an
ist Traum und Wachsein und zugleich
zugleich Bestehen im verschieden sein

dem Dauerabstand hier in Raum und Zeit
dem nie recht zueinanderkommen
dem Trauen auf den nächsten Augenblick

dann ist die Freude da im kleinsten Grund
ein Anlass reicht dein Leuchten einzufangen
ein Augenblick versprochener Gemeinsamkeit

ich seh dich nicht und hab von dir kein Wort
und geh doch völlig auf in dem,
 was du verschenkst
und trag dein Leben durch die nächsten Räume

du bist bei mir so ungemein
so nah manchmal in deinem Glück,
dass ich nur weinen könnte...
(Bernd Pol) 

Eintauchen...

 


Meine Hand
bedecke ich
mit einem zärtlichen Kuss
puste ihn sanft hinweg
in die Sphären des Himmels
der Wind nimmt ihn auf
im Schutze der Wolken
wird er samtartig und federleicht
getragen
zu dir
 
Wenn du ihn empfängst
wird er dich liebkosen
dich einhüllen
er lässt dich eintauchen
in das Meer
meiner
unendlich tiefen Liebe
zu dir

(Edeltrud Wisser)

Freitag, 27. September 2013

Leben heisst...

(Achilleion, Korfu)

Leben heißt lernen,
dass wir uns Zeit nehmen müssen,
wenn wir welche haben wollen;
dass wir verantwortlich sind
für Gedachtes und Nichtgedachtes,
Gesagtes und Nichtgesagtes,
Getanes und Nichtgetanes;
dass der Sinn des Lebens
darin liegt, immer die Liebe
und das Leben im Sinn zu haben.

Leben heißt lernen,
dass es nicht darauf ankommt,
ob wir uns etwas schenken,
sondern darauf, ob wir imstande sind,
uns gegenseitig etwas zu geben;
dass das Wesen des Lebens
die Veränderung ist;
dass wir Liebe säen müssen,
wenn wir Liebe ernten wollen.

Leben heißt lernen,
die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
das Weglassen, das Zulassen,
das Loslassen;
dass die schwierigste Aufgabe
unseres Leben darin besteht,
nie aufzugeben;
dass unser Mensch-Sein untrennbar
mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

(Ernst Ferstl)

Sonntag, 22. September 2013

Achte gut auf diesen Tag...

(Korfu, September 2013)

Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben -
das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf
liegt alle Wirklichkeit
und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Herrlichkeit der Kraft
Denn das Gestern
ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch – recht gelebt -
macht jedes Gestern
zu einem Traum voller Glück
und das Morgen
zu einer Vision voller Hoffnung.
Darum achte gut auf diesen Tag.

(aus dem Sanskrit)

Freitag, 13. September 2013

Herbstgedanken...




Ja, ich geb's ja zu, ich lasse immer weniger gern vom Sommer (noch dazu von einem wie diesen)  los und dennoch freue ich mich auf

- bunt leuchtendes Herbstlaub
- einen stahlblauen Himmel
- glutrote Sonnenuntergänge 
- klare, kühle Luft
- Kuschelpullis und herrlich weiche Socken
- Herbstwanderungen mit Weitsicht
- Kerzenlicht
- mal wieder ein gutes Buch lesen
- liebe Freunde bekochen 
- auf eine heisse Schokolade
- feine Kürbissuppen
- selbstgebackene Apfelstrudel
- durchs Laub rascheln
- die Herbstmesse in Basel 
- das Riesenrad mit meinem Liebsten
- Sonntage auf dem Sofa
- Straussenwirtschaften im Markgräflerland
- Spinnweben mit Tautropfen
- Altweibersommer


Mit der Zeit...


   ... mit der Zeit lernst du,
dass eine Hand halten nicht dasselbe ist
wie eine Seele fesseln...
und dass Liebe nicht anlehnen bedeutet
und Begleitung nicht Sicherheit.

Du lernst allmählich,
dass Küsse keine Verträge sind
und Geschenke keine Versprechen.

Und du beginnst ...
deine Niederlagen erhobenen Hauptes
und offenen Auges hinzunehmen mit
der Würde des Erwachsenen -
nicht maulend wie ein Kind.

Und du lernst ...
all deine Straßen auf dem Heute zu bauen,
weil das Morgen ein zu unsicherer Boden ist.

Mit der Zeit erkennst du,
dass sogar Sonnenschein die Haut verbrennt,
wenn man zuviel davon abbekommt.

Also, bestell deinen Garten und
schmücke selbst dir deine Seele mit Blumen,
statt darauf zu warten,
dass andere dir Kränze flechten.

Und bedenke,
dass du wirklich standhalten kannst
und wirklich stark bist ...
und dass du deinen eigenen Wert hast.

(Kelly Priest)

Danke

 

Heute möchte ich gerne die Gelegenheit ergreifen, um DANKE zu sagen:

Danke 
für inzwischen mehr als 20 000 Seitenaufrufe, 
die ich nun seit Mai 2012, 
als ich diesen Blog ins Leben gerufen habe, 
inzwischen erhalten habe

Danke, 
dass es wohl noch viele Menschen gibt, 
die ebenso gerne wie ich ins Reich der Gedichte eintauchen 
und noch träumen können

Danke 
für eure Kommentare, Bereicherungen, Denkanstösse 
und Inspirationen 

Danke 
für meine wunderbaren Freunde und meine Familie

Danke 
nicht zuletzt an meinen Liebsten, 
der mir so viel Liebe, Kraft und Unterstützung gibt...


Als du mich einst gefunden hast...

 

Als du mich einst gefunden hast
da war ich klein, so klein,
und blühte wie ein Lindenast
nur still in dich hinein.

Vor Kleinheit war ich namenlos
und sehnte mich so hin,
bis du mir sagst, daß ich zu groß
für jeden Namen bin:

Da fühl ich, daß ich eines bin
mit Mythe, Mai und Meer,
und wie der Duft des Weines bin
ich deiner Seele schwer ...

(Rainer Maria Rilke)

Mittwoch, 11. September 2013

Mein Himmel


Diesen Himmel schenke ich dir.
Er ist nicht mehr neu.
Ich habe ihn öfters gebraucht,
besonders das Blaue: Du siehst
die Spuren am Einband.
Vom Abendrot sind die Ränder
zurückgeblieben, und der Regen,
du weisst, hat einige Seiten
ganz ausgeblichen. 
Manchmal war auch die Sonne zu grell,
da sind mir Blätter vergilbt,
und der Nachtsturm riss eine Seite ein,
damals, da war ich nicht bei dir.
Die Sterne haben Löcher gesengt,
ich habe nicht aufgepasst, 
der Mond hat die Wolken unachtsam verschoben,
das sind die Flecken im Dunkel.
Er ist nicht mehr neu, mein Himmel,
es ist nicht leicht, ihn zu lesen.
Aber die Ränder, die Risse, die Spuren
gehören mir, das verblichene Blau,
und ich schenke ihn dir, 
diesen Himmel.
(Kay Hoff)

Du, nur du...



Wenn du mich fragst:
"Was war das schönste in deinem Leben?"

Ohne Lügen, könnt ich sagen:
Du - in allen Tagen.

 (Alexander Kästel)
 

Sonntag, 8. September 2013

Und irgendwann...


Und irgendwann spürst du 
in einem Winkel deiner Seele 
einen leisen Lufthauch,
als ob eine gute Fee einen Flügelschlag tut,
und plötzlich weißt du,
jemand hat an dich gedacht.
 
 (Jochen Mariss)

Kleines Glück...


Jeder Tag trägt tausend Möglichkeiten 
der Freude, der Hoffnung
und eines kleinen Glücks in sich:
Ganz still und unbemerkt, 
inmitten dieser lauten Welt,
können die herrlichsten Wunder geschehen.

Es sind jene kleinen Ereignisse, 
die das Leben hell und schön machen,
jene kostbaren Augenblicke, 
von denen nur das Herz weiß. 
(Irmgard Erath)

Samstag, 7. September 2013

Du musst das Leben nicht verstehen...


 
Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

(Rainer Maria Rilke) 
 

Mittwoch, 4. September 2013

Lieben. Geliebt werden...


Lieben. Geliebt werden.
Nie vergessen, wie unwichtig man selbst ist.
Sich nie an die unaussprechliche Gewalt 
und vulgäre Ungleichheit des Lebens 
um einen herum gewöhnen.
Am traurigsten Ort nach Freude suchen.
Der Schönheit in ihr Versteck folgen.
Nie vereinfachen, was kompliziert ist,
oder kompliziert machen, was einfach ist.
Kraft achten, nie Macht.
Vor allem beobachten.
Zu verstehen versuchen.
Nie wegsehen.
Und nie, nie vergessen.
(Arundhati Roy)

Dienstag, 3. September 2013

Spätsommer...


Gelb liegen Stoppelfelder
in müder Sommerglut,
und fleiss'ge Schwalbenpaare
füttern die letzte Brut.

Trotz wolkenlosem Himmel
weht merklich kühl der Wind.
Man spürt, dass Sommertage
jetzt nur gezählt noch sind.

An Strauch und Baume färbt sich
schon hier und dort ein Blatt.
Die Brombeer'n reifen prächtig,
die Luft riecht schwer und satt.

Der See schlägt sanfte Wellen,
verführt kaum noch zum Bad.
Der Angler an dem Ufer
jetzt seine Ruhe hat.

Man fühlt des Sommers Neige,
schaut wehmütig zurück,
erahnt des Winters Kälte,
sehnt Frühlingszeit zurück.
  ( Annegret Kronenberg)

 
 
 
 
 
 
 

Sonntag, 1. September 2013

September...


Ich wünsche allen einen schönen September mit möglichst vielen glücklichen Augenblicken und erfüllenden Begegnungen...

Diese Rose...

Diese Rose von heimlichen Küssen schwer:
Sieh, das ist unsre Liebe.
Unsre Hände reichen sie hin und her,
unsre Lippen bedecken sie mehr und mehr
mit Worten und Küssen sehnsuchtsschwer,
unsre Seelen grüßen sich hin und her -
wie über ein Meer - - wie über ein Meer - - -
Diese Rose vom Duft unsrer Seelen schwer:
sieh, das ist unsre Liebe.

(Christian Morgenstern)