Dienstag, 24. März 2015

Glück...


Die glücklichen Menschen
haben nicht unbedingt das Beste von allem,
sie machen nur das Beste aus allem,
was ihnen begegnet.

(Sergio Bambaren)

Sonntag, 22. März 2015

Sehnsucht...



Im Morgenlicht
die erste Magnolienblüte,
in mein Erwachen hinein
das Lied der Amsel.
Erstarrt noch
in die Kälte der Nacht
meine Sehnsucht -
wortlos.

(Annette Gonserowski)
 

Samstag, 21. März 2015

Immer wieder...

Am heutigen Tag der Poesie ein Lieblingsgedicht von einem meiner Lieblingsdichter Hans Kruppa:


 

Mit dir wag ich das Unwägbare,
gehe über meine Grenzen
und schicke mein Schicksal
auf den Weg zu sich selbst.

Mit dir kann ich nicht fehlen,
denn nichts fehlt mir
in deiner Nähe.

Wenn du an meiner Seite bist,
ist die Zeit auf meiner Seite -

und nichts und niemand
kann mir das Lächeln nehmen,
das ich dir immer
wieder schenken will.

Freitag, 13. März 2015

Ich denke nach...



Ich denke nach
was ich dir zu geben habe
und warum es gut für dich ist

oder schlecht für dich
dass ich dich liebe

Ich denke nach
was ich dir alles sein kann
und ob ich ein Recht habe
mich zu sehnen nach dir

Ich denke nach
ob es Sinn hat
so nachzudenken
und wie ich wissen soll
was ich dir alles sein kann
und ob ich ein Recht haben will
dir etwas zu geben zu haben
und mich nach dir zu sehnen

Ich sehne mich nach dir
weil ich mich nach dir sehne
Ich will dir etwas sein
weil du mir mehr bist als etwas
und weil ich nicht ohne dich sein will

Ich liebe dich
nicht weil es gut oder schlecht ist
und nicht weil es recht oder unrecht ist
sondern weil ich dich liebe

(Erich Fried)  

Und wieder mal ein Gedicht von Erich Fried - 
einer meiner Lieblingsdichter.
Ich durfte ihn in den 80er Jahren bei einer Lesung im 
Basler Stadttheater erleben, ein eindrucksvoller und unvergesslicher Abend!

Mittwoch, 4. März 2015

Viele unserer Ängste...

Bild: Renate Schunack

“Viele unserer Ängste sind nichts als Riegel

vor den Türen zu den Gemächern 

des Märchenpalastes unserer Seele. 

Doch kein Riegel kann auf die Dauer 

unserem Verlangen widerstehen, 

unsere inneren Wunder zu entdecken.”

Heaven...



Dienstag, 3. März 2015

Du musst das Leben nicht verstehen...

 Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

(Rainer Maria Rilke)